Jakobsweg-Bericht
„Du findest den Weg nur, wenn Du Dich auf den Weg machst“
Unter diesem Leitmotto brachen am Donnerstag, den 16.Juli 2009 abends 15 Neuntklässler unsrer Schule mit ihren beiden Begleitlehrern Martin Kress und Dominik Cortazzo auf, um an den kommenden zwei Tagen auf dem Jakobsweg von Schwäbisch Hall bis nach Oppenweiler zu gehen. Mit dem sichtbaren Zeichen der Jakobsmuschel an den Rucksäcken und nur mit dem Nötigsten ausgerüstet pilgerte diese Gruppe, freitagmorgens am Einkorn beginnend, über die Comburg hinunter, das Kochertal entlang, hinauf in den schwäbisch-fränkischen Naturpark, dort hinunter ins Rottal, um dann wieder aufwärts durch den Murrhardter Wald den Wacholderhof zu erreichen. Dieses erste Tagesziel nach 28 Kilometer Fußmarsch wurde nachmittags, sichtbar erschöpft und kurz vor einer weiteren hereinbrechenden Sintflut erreicht. Zeiten intensiver Gespräche, ein Abschnitt des Gehens im Schweigen, geistliche Impulse in der schönen Kirche in Rieden und ein bewegender Abend im Wacholderhof mit Einblicken in das bewegte Leben von Herrn Burkhard bildeten den spirituellen Rahmen des ersten Tages. Am darauffolgenden Samstagmorgen brach die Gruppe früh, gestärkt durch ein ausgezeichnetes vollwertiges Pilgerfrühstück und Worte aus dem Psalm 121, über das feuchte Trauzenbachtal hinunter nach Murrhardt auf. Noch einmal wurde gerastet, ehe der letzte Abschnitt mit einem anstrengenden Aufstieg zum Eschelhof und dann hinunter nach Oppenweiler ohne größere Pause gegangen wurde. Vor der Jakobuskirche, dem letzten Wegesziel, wurde die Rucksäcke abgestellt und die durchnässten Schuhe ausgezogen. Sichtbar befreit von aller Last und dankbar für die erlebte Gemeinschaft wurde im Altarraum ein alter Pilgersegen zum Abschluss zugesprochen. Manch einer der jungen Pilger ließ es sich nicht nehmen, die letzten Kilometer vollends ganz zu Fuß nach Hause zu gehen. Mit Sicherheit wird dieses Projekt der Schulseelsorge nach den gemachten Erfahrungen weiteren interessierten Schülern zukünftig angeboten werden.
Einige Schüleräußerungen zum Jakobsweg sollen hier noch genannt werden:
„Besonders gut hat mir gefallen der gemeinsame Weg miteinander, das Gespräch untereinander und der lange, schöne Weg“„Es war für mich schwierig, nach Pausen wieder in den Rhythmus des Wanderns hineinzufinden“„Die Gemeinschaft zusammen, das Nachdenken über mich und das Lagerfeuer haben mir gut getan“„Mit den nassen Schuhen zu gehen war eine schwierige Situation für mich“„Das Gehen in der Stille war für mich etwas ganz Besonderes“














